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Pressekonferenz und Fahrerinterviews - Watkins Glen 200
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Canadien Offline
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RE: Pressekonferenz und Fahrerinterviews - Watkins Glen 200
Nun ein paar Worte vom Zweitplatzierten, Gernot Menzel. Zweiter Platz in einem Leihwagen, da k?nnen Sie doch eigentlich zufrieden sein?
Ich wei? ja nicht, welches Rennen Sie gesehen haben, aber wir waren von den Zeiten her gleichauf mit dem Sieger, da kann der zweite Rang nat?rlich nicht zufrieden stellen. Ist sicherlich besser so, als mit dem angeschlagenen Jaguar unterwegs irgendwo auszufallen, keine Frage. Aber ?rgerlich ist es auch von daher, dass wir im Training wieder einen deutlichen Vorteil gegen?ber der Konkurrenz hatten, ?ber eine Sekunde pro Runde. Den haben wir mit dem Toyota leider eingeb??t, trotzdem w?re der Sieg drin gewesen.

Woran ist es gescheitert?
O, da waren so einige Dinge. Zuerst muss ich selbstkritisch anmerken, dass ich in der ersten Rennh?lfte nicht wirklich konzentriert war. Dazu beigetragen hat sicherlich ein Verbremser in der zweiten Runde bei der Einfahrt in den "Boot". Als ich auf die Bremse trat, passierte erst mal einen Moment lang gar nichts. Ich sah mich schon in den Reifenstapeln, als das Auto doch noch anfing zu verz?gern. Ich konnte es gerade noch vor dem Gr?nstreifen herumrei?en. Muss ein Elektronikfehler gewesen sein, wir checken das gerade.
Ab da hatte ich Wolfgang direkt im Nacken. Es war deutlich zu h?ren, dass er an vielen Stellen eher beschleunigen konnte, wo ich noch warten musste, bis sich der Toyota ausgeschaukelt hatte. Sehr unangenehm.
Dann, wiederum bei der Einfahrt in den "Boot", ein Funkspruch, jemand w?rde an die Box fahren. Ich beschleunigte in dem Moment auf die folgende kurze Gerade, da traf ich einen Buckel auf der Fahrbahn. Der Toyota fing sofort an zu bocken, und da ich kurz abgelenkt war, konnte ich nicht rechtzeitig darauf reagieren. So ging's geradewegs nach links in die Leitplanke. Zum Gl?ck hat nur die Karosse was abbekommen, es fehlte minimal an Topspeed danach.
Nach 15 Runden lie?en die Reifen am Toyota stark nach. Es fuhr sich teilweise wie auf Schmierseife. Obwohl der zweite schon relativ lang ausgelegt war, fuhr ich die letzten beiden Kurven im dritten Gang, um ?berhaupt halbwegs rechtzeitig beschleunigen zu k?nnen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis man sich irgendwo einen Ausrutscher leisten w?rde, ich hoffte nur, dass es mir nicht in den schnellen Esses passiert. So handelte ich mir noch zehn Sekunden R?ckstand auf Wolfgang ein.
Tja, es ist nach wie vor mit zu hohem Risiko verbunden, im Toyota???ber l?ngere Zeit am Limit zu fahren. Sp?ter musste ich noch zweimal an einem Havarierten mit qualmendem Motor vorbei, was mir die ganze Scheibe ver?lt hat. Teilweise konnte ich danach meine Einlenkpunkte nicht mehr erkennen.

(Schaltet den Projektor ein...) Wir haben hier ein Bild ihrer Onboard-Kamera vorbereitet, was Sie bei der Arbeit zeigt. Ihr Kommentar?
[Image: gtpglen.jpg]
Das d?rfte die Ausfahrt aus dem "Boot" sein. Ich sch?tze, damit hatten alle Fahrer so ihre Probleme, im Toyota musste man nur aufpassen, dass man keinen Buckel ung?nstig traf, sonst machte sich sofort das Heck selbstst?ndig. Dann hie? es schnell reagieren, so wie in diesem Fall. Mit alten Reifen musste man auf so was st?ndig vorbereitet sein.

Eine Frage zum Start, da schien es sehr eng zuzugehen...
Ja, hat mich auch gewundert. Jemand muss dem Wolfgang die falsche Position zugewiesen haben, jedenfalls wollte er mich meine auf der Au?enseite nicht einnehmen lassen. Schlie?lich soll doch der Start in Zweierreihe erfolgen. Da blieb mir nichts anderes ?brig, als ihn auf der Innenseite zu ?berholen. (grinst)

Aber dieser Positionswechsel hatte ja nicht lange Bestand, wie wir schon wissen...
(grimmiger Blick) M?ssen Sie nicht noch dringend irgendwo hin, Ihren Bericht abgeben oder so?!

Erst, wenn Sie mir von ihrem Boxenstopp erz?hlt haben.
Na gut, ausnahmsweise. Zur Rennmitte konnte ich zwar etwas Zeit auf Wolfgang gutmachen, aber das Auto lag so schlecht, dass wir uns entschlossen, den Stopp vorzuziehen. Die Mechaniker haben noch versucht, die Sch?den auf der linken Seite zu beheben. Im Nachhinein mussten wir feststellen, dass die dadurch verloren gegangenen zw?lf Sekunden uns den Sieg gekostet haben, denn die Rundenzeiten wurden vorher davon kaum beeintr?chtigt und Wolfgang kam nach seinem Stopp ca. acht Sekunden vor mir aus der Box.

Wie liefen die ?berrundungen?
Durchwachsen. Einmal habe ich Gerold eine mitgegeben. Ich sah ihn vor mir nach links von der Strecke abkommen und war dadurch so abgelenkt, dass ich selbst fast an derselben Stelle abgeflogen w?re. Jedenfalls war ich dann auch ganz links halb auf dem Rasen, als er wieder auf die Strecke zur?ckkam. Ich versuchte noch nach rechts zu ziehen, habe ihn dabei aber wohl leicht gestreift. Ein Sorry daf?r in seine Richtung.
Sp?ter hatte ich noch ein Missverst?ndnis mit Uli Volmerding. Vor der letzten Kurve versuchte ich rechts vorbeizugehen, er wollte links die Ideallinie frei machen und fuhr mir in die Spur. Zum Ausweichen war keine Zeit mehr, ich also voll in die Eisen. Auch wenn die Aufprallgeschwindigkeit nicht mehr hoch war, es reichte noch, um ihm einen ordentlichen Schubs zu geben, so dass er ?ber den Rasen rechts gegen die Leitplanke rutschte und von dort noch mal auf die linke Seite der Strecke geschleudert wurde. War echt eine dumme Sache. An meinem Auto gab's komischerweise kaum bis gar keine Sch?den.
Deshalb erinnere ich immer gern an Ricardo Zonta in Spa: Linie halten und den Schnelleren sich eine Seite aussuchen lassen. Dann f?hrt Schumi links und H?kki rechts vorbei und alles ist gut (f?r die Schumi-Fans weniger...).

Kommen wir mal nach Watkins Glen zur?ck. Gegen Ende wurde es dann doch noch einmal spannend an der Spitze.
Ja, auf frischen Reifen hatte ich schon einige Sekunden rausgeholt. Leider hat es, wie schon erw?hnt, nach Wolfgangs Boxenstopp nicht f?r den Platz an der Sonne gereicht, aber ich konnte weiter aufschlie?en. Bis auf anderthalb Sekunden kam ich noch heran, dann merkte ich, wie meine Reifen schnell abbauten, und ein paar kleinere Fehler warfen mich wieder zur?ck. Wolfgang fuhr da allerdings auch nicht mehr konstant schnell und von den Rundenzeiten her nahmen wir uns nicht viel, deshalb ist es auch etwas ?rgerlich, dass es am Ende "nur" der zweite Platz geworden ist.

Aber Sie beide haben den Zuschauern eine tolle Show geboten!
Das m?chte ich doch hoffen! Beim n?chsten Rennen gibt's mehr davon...

Das wiederum hoffen wir. Vielen Dank!


Can :zwinker:

Wie kommt man auf den RSL-Server? Hier nachschauen...
GTP-Neuling? Hier ist unsere Installationshilfe...
13.02.2006 22:54 PM
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RE: Pressekonferenz und Fahrerinterviews - Watkins Glen 200 - Canadien - 13.02.2006 22:54 PM

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