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Pressekonferenz und Fahrerinterviews - N?rburgring
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Wolfgang Buthe Offline
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RE: Pressekonferenz und Fahrerinterviews - N?rburgring
Kommen wir zum zweitplatzierten des GP vom N?rburgring . Herr Buthe bitte die Ereignisse zum Rennen aus Ihrer Sicht !?


Ich bin sehr beeindruckt von diesem aussergew?hnlichen Rennen.
Mit acht Leuten , die ins Ziel gekommen sind haben die Fahrer trotz der ?blichen Fehlerquoten eine tolle Leistung vollbracht.
Keiner derjenigen , die ins Ziel gekommen sind, selbst wenn es mit teilweise geh?rigem R?ckstand auf die Spitze war, wird nach diesem Rennen den Ring so sehen wie zucvor.
Erstens wird der Respekt vor der Strecke und zweitens der Respekt vor jedem selbst gestiegen sein. Wer das geschafft hat, oder einfach nur diese Herausforderung aufgenommen hat , ist ein Racer !

Meinen gro?en Respekt m?chte ich besonders den Rookies aussprechen, denn es geh?rt eine ordentliche Portion Begeisterung dazu auf eine solche Distanz zu gehen. Das Verhalten auf der Strecke war absolut perfekt. Jedem stweht nach diesem Rennen die Superlizenz zu.

Gr??te Hochachtung vor dem Sieger Jeroen Goedhart. Was der geleistet hat ist Weltklasse gewesen und wird selbst den Enkeln der heutigen RSL Generation als Geschichte vor dem Schlafengehen erz?hlzt werden. Ich jedenfalls bin stolz das hautnah mit erlebt zu haben.

Jeroen hat mit einer Durchschnittlichen Rundenzeit von 7:42 das Rennen bestritten. Damit hat er die Polezeit von Jacky Ickx von 1969 als Schnittzeit gefahren :anbeten: .
Mit dieser Durchschnittsgeschwindihkeit liegt er im Rank der Hotlapper immerhin unter den ersten 20 weltweit. Und das unter Rennbedingungen !

F?r mich war da kein Kraut dagegen gewachsen. Obwohl wir excellent vorbereitet ins Rennen gingen und eine sehr zufriedenstellende Performance erreichten, konnte ich Jeroen nie ernsthaft gef?hrden.
In Runde 2 habe ich gemerkt , da? bei mir der 2 Abschnitt der Strecke besser lief. Ich konnte mich bis zum Galgenkopf an das Heck des Matras herank?mpfen, erreichte aber den Windschatten nicht, weil ich etwas zu vorsichtig auf die lange Gerade beschleunigte. Lap 3 war ich insgesamt schneller als Jeroen, aber auch der zweite Versuch den Matra auf der D?ttinger H?he zu ?berholen scheiterte. Es war frustrierend zu sehen , wie er mir davonzog und vermutlich hat das meine Moral ein wenig angefressen.
Ich wollte aber auf jeden Fall Jeroen besiegen. Taktische fahrweise , um nur meinen Punktevorsprung in der Meisterschaft zu sichern, wozu der??2. Platz gen?gte, habe ich aus sportlichen Gr?nden von vorne herein ausgeschlossen. Wer mag kann sich mein replay ansehen. Da war st?ndig volles Risiko, soweit es meine Konzentration zulie?. Dem Motor hab ich auch immer alles abverlangt.
Jeroen konnte sich in den Runden 4-6 einen ordentlichen Vorsprung herausfahren. Aber als er dann schon in Lap 7 tankte witterte ich Morgenluft. Wieder war er mit zuwenig Sprit unterwegs. Das war klar, denn nomalerweise tankt man bei einer ungeraden Zahl an Runden nach der ersten H?lfte. Also nach lap 8 !
Klar war , da? er in Lap 14 nochmal an die Box mu?te, oder seinen Gewichtspoker mit stotterndem Motor an die Box fahren zu m?ssen bezahlen w?rde.
Also versuchte ich mein Tempo m?glichst hoch zu halten.
Dabei h?tte es mich beinahe Kopf und Kragen gekostet , als ich die Linie durch die Fuchsr?hre nicht ganz traf und einen f?rchterlichen Abflug erleben mu?te. Wie in Trance konnte ich den Einschlag in den ber?chtigten Baum vor dem Adenauer Forst haarscharf vermeiden und meine Fahrt mit einem Riesenschreck fortsetzen. Aber das hat meine Hoffnung Jeroen in Schlagdistanz zu halten ziemlich gebeutelt.
Trotzdem hielt ich mich in Lauerstellung. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag insgesamt nur 3 km/h schlechter als Jereons und wenn da nicht noch ein Dreher im Karussell und dann der entscheidene Kardinalfehler passiert w?ren, h?tte Jeroen mich zum Schlu? direkt im Nacken gehabt.

Es kam , wie ich es mir ausgerechnet hatte. Jeroen chattete PI in lap 13. der sprit konnte bei ihm nicht reichen. Ich war 29 Sekunden dahinter , wenn ich mich recht erinnere . Euphorisch st?rmte ich ?ber die lange Gerade , denn 15 Sekunden kostet der Boxenstop und die kalten Reifen sollten normalerweise Jeroen auch noch um etliche Sekunden einbremsen. Das sollte f?r ein grandioses Finish reichen, dachte ich und...... warf den Ferrari in der Bremsschikane vor S/F in den Graben:heul2: Bis ich da wieder
raus kam, war Jeroen l?ngst entschwunden.
Aber ich gab alles , fuhr in lap 14 meine schnellste Rennrunden und pushte auch in lap15 mit dem Messer zwischen den Z?hnen. Ein kleiner Fehler von Jeroen und meine Chancen sollten weiter m?glich bleiben. Also volle Attacke.
Mit dreimal gr?n , also Bestzeiten im Pribluda, wedelte ich durch die Abschnitte Br?nnchen und Pflanzgarten. Jeroen war nicht mehr zu kriegen, wenn er das Auto nicht noch aufs Dach legt, aber die schnellste Rennrunde wollte ich shcon deshalb demonstrativ fahren, damit keiner auf die Idee kommt , ich habe das Rennen wegen der Meisterschaft taktisch nach hause geschaukelt. Jeroen sollte einen ehrlichen Kampf bekommen. Soviel Freundschaft und Sportgeist??m u ߠ?sein.
Aber auch die schnellste Rennrunde sollte nicht sein f?r mich.
Vor dem gro?en Sprung am Pflanzgarten lief ich auf einen Matra auf. Jeroen wars nicht, denn er wurde mir mit dem gewohnten Abstand angezeigt. Ich mu?te aus Sicherheitsgr?nden aufs ?berholen verzichten, es war einfach zu eng. Gute 2,5 Sekunden war der Abschnitt dann schlechter als meine beste Splitzeit und da ich nur 1,5 Sekunden hinter Jeroens schnellster Rennrunde lag, konnte ich nichtmals diese Troph?e vom Ring mit nach Hause nehmen.
Aber gek?mpft hab ich bis auf den letzten Millimeter.

Mir war es eine Ehre von Jeroen geschlagen zu werden. Bei seiner Leistung mu? sich niemand sch?men dahinter geblieben zu sein.

Ein fantastisches Abschlu?rennen beendet unsere 2006er Saison.
Die erste volle Saison bei RSL war insgesamt sehr erfreulich .

Ein aus vielen Jahren entstandenes Regelwerk, das zun?chst etwas kompliziert anmuten mag, aber unterm Strich vieles ber?cksichtigt , was uns seit den Anf?ngen der Simracerei Probleme bereitet hat, wurde von allen Fahren souver?n umgesetzt.
Technische Besonderheiten , wie der Save Pitstop Patch sind nicht auf unserem Mist gewachsen, wurden aber von Gernot perfektioniert und bieten die M?glichkeit realistischere Boxenstops durchzuf?hren. Daraus erwachsen M?glichkeiten
realit?tsnahe Regeln zu machen.
Allein die Tankstopstrategie und Reperaturstops i.d.R. nur an der Box , sind auch im richtigen Rennsport immer zu sehen gewesen.
Mit dieser Regel ist die Disziplin in den Rennen auf ein sehr hohes Niveau gestiegen. Es gibt Alternativen , wie den anschliessenden Boxenstop, aber das f?hrt oft zu einer doppelten Bestrafung , denn Shift R bedeutet allein schon einen deutlichen Nachteil wegen der kalten Reifen,des Motors etc.
Nat?rlich ist es hart auf langen Strecken zur Box zu humpeln , wenn man seinen Shift R schon verbraucht hat, aber das ist so im richtigen Rennfahrerleben und deshalb wei? jeder, man mu? vorsichtig mit dem Wagen und den Gegnern umgehen.

Ich bedanke mich bei allen Fahrern , die in dieser Saison mit uns gemeinsam dieses faszinierende Hobby geteilt haben.
Den Spa? k?nnen wir nur gemeinsam haben.
Mit der Kontinuit?t werden unsere Grids immer wettbewerbsf?higer . Die Rennen werden st?ndig enger umk?mpft, wenn wir alle nur dranbleiben. Das hat uns die Erfahrung seit 2001 eindeutig gezeigt. Fahrer , die heute noch froh sind ins Ziel zu kommen, werden morgen um das Podium mitk?mpfen.
Mein Ziel f?r die zweite komplette RSL Saison ist zumindest des ?fteren mal einen vollen Grid an den Start zu stellen.
Dazu werden wir in den n?chsten Wochen einen Rennkalender erstellen, der hoffentlich allen Erwartungen gen?gt, aber es wird
auch wieder so laufen, da? wir die Latte f?r den virtuellen sportlichen Erfolg teilweise sehr hoch aufh?ngen werden. So zum Beispiel wieder einen Grand Prix mit doppelten Punktzahl, der in 2007 nach meiner Vorstellung in Spa mit den 67ern erfolgen soll.

Ich m?chte mich insbesondere auch um Setup Frage k?mmern und mit diesem zentralen Punkt allen Fahrern , insbesondere den Neuen, Gelegenheit bieten ihre Performance zu erh?hen.

Das Rennen auf dem Ring hat mir dazu erneut Motivation gegeben, als ich gesehen habe , wie sich Fahrer , die dort zu Anfang noch sehr unsicher waren , ?ber die Renndistanz bew?hrt haben. Da schlummern noch gute Potentiale in unseren Fahrern.

Thx for Racing ,

Wolfgang.

"Man sp?rt es, wenn man nach langer Fahrt von der Landstra?e abbiegt und den schwarzen Asphalt des Ringes unter den Reifen hat; da ist irgend etwas anders !"

Wolfgang Graf Berghe von Trips
09.11.2006 11:32 AM
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RE: Pressekonferenz und Fahrerinterviews - N?rburgring - Wolfgang Buthe - 09.11.2006 11:32 AM

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