RE: Pressekonferenz, Fahrerinterviews und -Berichte, Laguna Seca
@Achim und Frank (and all)
Nat?rlich mu? sich eine Administration eines Forums auch als
Dienstleister der gemeinsamen Interessen verstehen. In so fern wollen wir eure W?nsche ber?cksichtigen.
Andererseits beziehen wir mit unserem Angebot auch eine Position und wollen ein Profil zeigen.
Dieses Profil ist ausgerichtet auf m?glichst authentische Simulation von historischem Rennsport.
Zum Profil geh?rt ma?geblich die Simulationen von Papyrus in den Vordergrund zu stellen, ohne den Blick ?ber den Tellerrand zu vernachl?ssigen. D.h. : Sobald wir Simulationen mit gleichem Anspruch und gleichem Genre einbauen k?nnen, ich denke konkret ?ber rF F1 79 nach, die Sportwagen/ Sprototypenabtlg. ?ber GTL etc. , werden wir unser Angebot vorsichtig erweitern .
Authentizit?t mit Rennsimulationen hei?t aber auch immer hier und da Regelungen einbauen, die man vordergr?ndig als nicht real entlarven mag , die aber unterm Strich das Renngeschehen unter den gegebenen Voraussetzungen einer bestimmten Software so real wie m?glich in die Praxis umsetzen.
Zur Realit?tsn?he geh?rt nach unserem Profil auch die Rennl?nge. Wir glauben , da? Rennen unter 60 % GP Distanz keine M?glichkeiten bieten das Spektrum an Aufgaben, die ein Rennfahrer in den 60er Jahren zu bew?ltigen hatte, in einem Rennen zu simulieren.
Durchhalteverm?gen ist dabei nur die vordergr?ndigste Eigenschaft.
Man stelle sich ein Rennen wie Monza 1967 vor , das zu den gr??ten Leistungen eines Jim Clark gez?hlt wird, wenn es nur
?ber z.B. 40% gelaufen w?re. Clark h?tte einfach einen Nuller geschrieben. Es w?re keiner Erw?hnung wert.
Fehler , die bei "Sprintrennen" zu Anfang passieren, k?nnen nicht mehr ausgeglichen werden. Konstanz wird auch keine Rolle mehr spielen und Fahrer , die nicht zu den "Aliens" z?hlen w?ren ab dem Start chancenlos. ?bertrieben gesagt ist es keine Kunst einen Motor auf einem 10 Runden Rennen zu schonen. Der Vorteil der vorderen Startpl?tze gen?gt schon um auf kurze Distanzen die Fahrer in den letzten Startreihen zu Statisten zu machen.
Es lebe der Hotlapper !:donot:
Ich h?nge deshalb und aus vielen Gr?nden , die mir jetzt nicht einfallen oder die zu begr?nden viel Schreibkram n?tig machen w?rden, sehr an der 60%igen Rennl?nge (meine Neigung zu Full GP Rennen brauche ich hier nicht zu verheimlichen).
Ich wei? , da? das eine gewisse Hard-Core-Mentalit?t voraussetzt und bin mir der Abschreckungsgefahr voll bewu?t. Aber ich glaube auch daran, da? die M?he die es jeden Fahrer, insbesondere den Schichtarbeitern oder
Fr?haufsteher-/Sp?tfeierabend-Arbeitern, abverlangt, unterm Strich f?r unser Hobby viel bringt.
Eine L?sung m??en wir deshalb eher beim Qualifiing suchen , um einen deutlich fr?heren Start hinzukriegen.
Man k?nnte auch das Qualifiing auf den Montag verlegen und Am Mittwoch einfach ein kurzes Warm-up fahren !?
Ich finde es ausgesprochen fair zu sagen das Problem war die eigene Unkonzentriertheit oder die noch nicht bew?ltigte Schwierigkeit einen 67er Boliden in Laguna zu bewegen (tats?chlich sind die dort meines Wissens nie gefahren).
Absolut nachvollziehbar !
Trotzdem m?chte ich den Grad der Schwierigkeit bewu?t hoch halten. Evtl. bin ich so forsch, weil ich mich in realen Rennen an diesen (Adrenalin)Kick gew?hnt habe. Es stellt f?r mich den Normalfall dar. :verlegen:
Wir werden von Seiten der Andministration allerdings nicht so weit gehen, da? ihr Angst vor Verletzungen haben m??t.:zwinker:
Ernsthaft: Eine Zielankunft in einem Rennen ( auch virtuell ) mu? eine Herausforderung bleiben. Wenn ausschliesslich der Sieg oder das Podium z?hlt, w?re es mir zu wenig.
Wir sollten auch auf einen unbestreitbaren Lerneffekt achten, der sich in ausreichend langen Rennen einstellt. Irgendwann merkt man bei langen Distanzen , da? nichts mit Gewalt geht. Wenn die Konzentration richtig gefordert wird, reduziert man sich automatisch auf das was wirklich wichtig ist.
Man kann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr pushen, sondern da kommt es auf Rhytmus, Fehlervermeidung, weiche Lenk-und Bremsman?ver, Standfestigkeit des Setups, Rationalit?t und Effizienz an.
Genau das sind die Dinge , die den echten Rennfahrern in vielen B?chern oder Berichten nachgesagt wurden.
Ich w?nsche uns allen, da? wir uns auf unser fantastisches Hobby mit dieser Zielsetzung??einlassen.
Wolfgang.
"Man sp?rt es, wenn man nach langer Fahrt von der Landstra?e abbiegt und den schwarzen Asphalt des Ringes unter den Reifen hat; da ist irgend etwas anders !"
Wolfgang Graf Berghe von Trips
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